Customer Success StorySmart fertigen – smart trai­nieren

Mit einem modu­laren Spann­tech­nik­bau­kasten schafft die H. Stein­hart Metall­wa­ren­fa­brik die Grund­lage für auto­ma­ti­sierte Prozesse, hohe Vari­an­ten­viel­falt und skalier­bares Wachstum in der boomenden Fitness­branche.

Es gibt sie zwar noch, die „Mucki­buden“ mit Hantel­bänken und Gewichts­scheiben. Doch immer mehr Fitness­fans setzen heute auf intel­li­gente Zirkel­trai­nings­ma­schinen, die sich auto­ma­tisch anpassen, Trai­nings­daten spei­chern und ein effi­zi­entes Workout ermög­li­chen. Kraft­trai­ning wird smart – und stellt damit auch neue Anfor­de­rungen an die Ferti­gung.

Im baden-würt­tem­ber­gi­schen Hettingen produ­ziert die H. Stein­hart Metall­wa­ren­fa­brik rund 20 verschie­dene Ausfüh­rungen compu­ter­ge­steu­erter Kraft­ge­räte für den inter­na­tio­nalen Fitness­an­bieter EGYM. Die Bauteile sind so viel­fältig wie die Trai­nings­pro­gramme: groß­for­ma­tige Platten, komplexe Struk­tur­teile, präzise Pass­flä­chen, fili­grane Kompo­nenten. Unter­schied­liche Mate­ria­lien, vari­ie­rende Stück­zahlen und regel­mäßig neue Vari­anten prägen den Ferti­gungs­alltag. „Präzi­sion steht in der Ferti­gung im Fokus, aber mit stei­genden Stück­zahlen wurde auch das Thema Effi­zienz für uns zum entschei­denden Faktor“, sagt Manuel Beck, Leiter der Fräs­ab­tei­lung und stell­ver­tre­tender Projekt­leiter bei Stein­hart. „Wir brau­chen maxi­male Flexi­bi­lität – aber ohne Kompro­misse bei Qualität, Prozess­si­cher­heit und Wieder­hol­ge­nau­ig­keit.“

Patrick Genkinger, Ferti­gungs- und Projekt­leiter bei Stein­hart (li.), und Manuel Beck, Leiter Fräs­ab­tei­lung und stell­ver­tre­tender Projekt­leiter bei Stein­hart: „Mit diesem Baukasten sind wir weiter­ge­wachsen.“

Ein System statt Insel­lö­sungen

Früher bedeu­tete jede neue Bauteil­geo­me­trie zusätz­li­chen Rüst­auf­wand und indi­vi­du­elle Spann­kon­zepte. Mit wach­senden Stück­zahlen und höherer Vari­an­ten­viel­falt stieß dieses Vorgehen jedoch an Grenzen. Die Lösung fand Stein­hart nicht in einzelnen Spann­mit­teln, sondern in einem durch­gän­gigen System. Mit der Inves­ti­tion in ein 5‑Achs-Fräs­zen­trum inklu­sive Paletten-Auto­ma­tion führte das Unter­nehmen einen modu­laren Spann­tech­nik­bau­kasten von SCHUNK ein.

Herz­stück ist das Null­punkt­spann­system VERO‑S. Es defi­niert eine einheit­liche, hoch­prä­zise Schnitt­stelle zwischen Maschi­nen­tisch, Palette und Spann­mit­teln – und bildet damit die tech­no­lo­gi­sche Basis für stan­dar­di­sierte Abläufe. Auf dieser Platt­form lassen sich unter­schied­lichste Spann­lö­sungen kombi­nieren: mecha­ni­sche Spanner für Einzel- und Mehr­fach­span­nungen, 5‑Achs-Spann­sys­teme für komplexe Geome­trien oder Magnet­spann­technik für flächige Werk­stücke. Entschei­dend ist dabei nicht die einzelne Kompo­nente, sondern das Zusam­men­spiel inner­halb eines abge­stimmten Systems. „Der Baukasten deckt unsere gesamte Band­breite ab“, so Beck. „Wir können unter­schied­lichste Werk­stücke auf derselben System­basis spannen. Das redu­ziert die Komple­xität und schafft Trans­pa­renz im Prozess.“

So geht Kraft­trai­ning heute: EGYM Geräte bieten ein sicheres, effi­zi­entes Trai­ning durch perso­na­li­sierte Programme und KI-gestützte Trai­nings­pläne. Bild: EGYM SE

Auto­ma­ti­sie­rung mit Struktur

Ein zentraler Hebel für höhere Produk­ti­vität ist das haupt­zeit­par­al­lele Rüsten. Während in der Maschine noch zerspant wird, bereiten Mitar­bei­tende am sepa­raten Rüst­platz bereits die nächsten Paletten vor. Über die einheit­liche Null­punkt­schnitt­stelle werden sie auto­ma­ti­siert einge­wech­selt. Die defi­nierte Posi­tio­nie­rung sorgt für hohe Wieder­hol­ge­nau­ig­keit beim Palet­ten­wechsel.

„Wir können unter­schied­liche Werk­stücke auf derselben System­basis spannen. Das redu­ziert die Komple­xität und schafft Trans­pa­renz im Prozess.“


Manuel Beck,
Leiter Fräs­ab­tei­lung und stell­ver­tre­tender Projekt­leiter bei Stein­hart

Gleich­zeitig verkürzen sich Neben­zeiten deut­lich, da Spann­mittel nicht jedes Mal neu ausge­richtet werden müssen. Das System schafft stabile Refe­renzen – unab­hängig davon, welches Werk­stück bear­beitet wird. Gerade bei kleinen Losgrößen und häufig wech­selnden Vari­anten zahlt sich dieser Ansatz aus. Unter­schied­liche Palet­ten­größen und Werk­stück­di­men­sionen lassen sich in die Auto­ma­tion inte­grieren, ohne die Prozess­logik zu verän­dern. „Vom ersten Tag an lief die Auto­ma­tion stabil“, berichtet Patrick Genkinger, Ferti­gungs- und Projekt­leiter bei Stein­hart und als Mitge­sell­schafter auf dem Sprung in dritter Gene­ra­tion in die Geschäfts­lei­tung aufzu­rü­cken. „Wir profi­tieren von klar struk­tu­rierten Abläufen und einer hohen Planungs­si­cher­heit.“

Ein in den beiden 5‑Achs-Span­nern KONTEC KSX-C2 inte­grierter Nieder­zug­ef­fekt ermög­licht eine präzise und effi­zi­ente Bear­bei­tung in der OP20.

Nachdem er die Spann­platte mit den bear­bei­teten Werk­stü­cken im Magazin einge­la­gert hat, dockt der Roboter wieder ab. Der auto­ma­ti­sche Wechsel ermög­licht haupt­zeit­par­al­leles Rüsten und maxi­miert die Maschi­nen­lauf­zeit.

Flexi­bi­lität als Produk­ti­ons­prinzip

Für Stein­hart ist der Spann­tech­nik­bau­kasten mehr als eine tech­ni­sche Lösung – er ist ein Ordnungs­prinzip für die Ferti­gung. Stan­dar­di­sierte Schnitt­stellen, kombi­nier­bare Spann­mittel und auto­ma­ti­siertes Palet­ten­hand­ling ermög­li­chen es, neue Bauteile ohne grund­le­gende Umstel­lungen in bestehende Prozesse zu inte­grieren. Dabei wächst das System mit den Anfor­de­rungen: zusätz­liche Vari­anten, stei­gende Stück­zahlen oder neue Bear­bei­tungs­stra­te­gien lassen sich abbilden, ohne die Produk­ti­ons­struktur neu denken zu müssen. „Unsere Ferti­gung ist damit fit für die Zukunft“, sagt Genkinger. „Wir können wirt­schaft­lich und auf hohem Quali­täts­ni­veau produ­zieren – genau das erwarten unsere Kunden im Premi­um­seg­ment.“ 

Alu-Spann­platten, das Null­punkt­spann­system VERO‑S, verschie­dene Spann­mittel und Robo­ter­kupp­lungen – das sind die Basis­kom­po­nenten des SCHUNK-Baukas­tens für die auto­ma­ti­sierte Maschi­nen­be­la­dung. In mehreren Größen vorkon­fi­gu­riert und hoch­stan­dar­di­siert decken die Module dieses Spann­tech­nik­bau­kas­tens bei mehr als 1.000 Kombi­na­ti­ons­mög­lich­keiten alle Anfor­de­rungen für beinahe jegliche denk­bare Anwen­dung ab.

Das Zusam­men­spiel der Spann­tech­nik­kom­po­nenten bewirkt größt­mög­liche Flexi­bi­lität, höchste Präzi­sion, zuver­läs­sige Prozesse und eine kosten­ef­fi­zi­ente Ferti­gung dank der bemer­kens­werten Rüst­zeit­mi­ni­mie­rung. 


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