Customer Success StoryInno­va­tion entsteht im Mitein­ander

Aus einer spon­tanen Idee in einem nieder­län­di­schen Garten­schuppen entsteht eine Erfolgs­ge­schichte, die bis heute anhält: Seit über 20 Jahren verbindet den Auto­ma­ti­ons­spe­zia­listen BMO und die nieder­län­di­sche SCHUNK-Tochter eine Part­ner­schaft — geprägt von Vertrauen, Mut und Inno­va­ti­ons­geist. Was mit einem einzelnen Greifer begann, ist heute ein gemein­samer Weg an die Spitze der Auto­ma­tion.

Das Jahr 2006: Ein windiger Diens­tag­morgen in einer länd­li­chen Gegend in Südhol­land. Nach zwei Stunden Fahrt ist Guido Segers am Ziel und wundert sich. Statt dem erwar­teten Firmen­ge­bäude steht der dama­lige SCHUNK-Außen­dienst­mit­ar­beiter vor einem gewöhn­li­chen Wohn­haus.

Auf sein Klin­geln öffnet eine Frau, lädt zum Kaffee ein und verkündet, dass ihr Sohn gleich zum verein­barten Termin komme. Wenig später steht der 24-jährige Student Frank Biemans vor Segers und erzählt ihm begeis­tert von seinen Plänen. Eine CNC-Maschine wolle er auto­ma­ti­sieren. Diese stehe zusammen mit einem Roboter in einem kleinen Schuppen im Garten. Was fehle, sei ein Greifer, darum habe er den Termin verein­bart. Guido Segers erin­nert sich: „Die Maschinen waren alt, aber die Idee, eine Anlage per Roboter auto­ma­ti­siert zu beladen, war gut.“

Als Student hat Frank Biemans kaum finan­zi­elle Mittel, aber direkt einen guten Draht zu Segers. Dieser erkennt das Poten­zial hinter den Plänen. Er verkauft ihm einen Greifer und über­lässt ihm einen weiteren. Frank Biemans verspricht ihm im Gegenzug zum Abschied: „Wenn ich mit meinen Anlagen erfolg­reich bin, wirst du Teil meines Erfolgs.“

2026: Den Schuppen hat Frank Biemans längst verlassen, sein Verspre­chen hat er gehalten – und Greifer von SCHUNK mitt­ler­weile hundert­fach gekauft. Aus seiner Auto­ma­ti­sie­rungs­idee ist ein erfolg­rei­ches Unter­nehmen gewachsen: BMO Auto­ma­tion, Spezia­list für Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sungen in der Metall­in­dus­trie. Biemans ist Inhaber und Geschäfts­führer und arbeitet immer noch eng mit Guido Segers zusammen, der nun die nieder­län­di­sche SCHUNK Intec B.V. leitet. Heute wie vor 20 Jahren verbindet die beiden die Begeis­te­rung für neue Tech­no­lo­gien und ein ausge­prägter Inno­va­ti­ons­wille.

Mit der Infi­nity-Platt­form lassen sich Robo­ter­zellen sukzes­sive modular erwei­tern. BMO-Kunden können so ihre Fabrik Schritt für Schritt auto­ma­ti­sieren.
Die neue Infi­nity-Platt­form von BMO basiert fast voll­ständig auf stan­dar­di­sierten SCHUNK-Kompo­nenten – beispiels­weise den Robo­ter­kupp­lungen NSR 100 und 160 für das auto­ma­ti­sierte Palet­ten­hand­ling.

Stan­dar­di­siert + modular = Erfolgs­kon­zept

Als sich Frank Biemans Idee im Lauf der Jahre zum funk­tio­nie­renden Geschäfts­mo­dell entwi­ckelt, macht er die Kompo­nenten von SCHUNK zum Stan­dard in seinen Anlagen. Die Zusam­men­ar­beit mit Guido Segers wird inten­siver und stra­te­gi­scher. SCHUNK bringt nicht nur seine Produkte, sondern auch sein Know-how aktiv ein.

Die Heran­ge­hens­weise bleibt gleich, wie Frank Biemans erklärt: „Wir suchen immer nach Verbes­se­rungen, um die opti­male Lösung für unsere Kunden zu finden. Das bedeutet: Wir gehen auf ihre Bedürf­nisse ein, setzen gleich­zeitig aber auf Stan­dar­di­sie­rung und modu­lare Bausteine. Gemeinsam mit SCHUNK suchen wir nach pass­ge­nauen Lösungen und entwi­ckeln das Port­folio stetig weiter.” Aus der Kombi­na­tion aus Stan­dard und Modu­la­rität entsteht auch das neueste Produkt im BMO-Port­folio: die BMO-Infi­nity-Platt­form. Sie ermög­licht es, Robo­ter­zellen sukzes­sive modular zu erwei­tern und so im Tempo des Kunden, Schritt für Schritt die gesamte Fabrik zu auto­ma­ti­sieren.

Mit einer guten Idee und wenig Kapital begann vor 20 Jahren die Erfolgs­ge­schichte von BMO Auto­ma­tion. Heute ist das Unter­nehmen ein gefragter Spezia­list für Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sungen in der Metall­in­dus­trie.

Guido Segers (rechts), Geschäfts­führer der SCHUNK Intec B.V., bedankte sich bei BMO-CEO Frank Biemans für 20 Jahre Part­ner­schaft.

Die Infi­nity-Platt­form basiert fast voll­ständig auf stan­dar­di­sierten SCHUNK-Kompo­nenten, die BMO intel­li­gent kombi­niert und durch eigene Entwick­lungen ergänzt. So kommt etwa ein Univer­sal­greifer PGN-plus‑P von SCHUNK zum Einsatz, den BMO mit verstell­baren, mecha­tro­ni­schen Greif­fin­gern ausstattet. Schnelles und präzises Spannen über­nimmt das modu­lare Null­punkt­spann­system VERO‑S, und für das auto­ma­ti­sierte Palet­ten­hand­ling setzen die BMO-Inge­nieure auf die Robo­ter­kupp­lungen NSR 100 und 160. Die pneu­ma­ti­schen Kraft­spann­blöcke KSP plus und KRP sind ebenso Teil der Platt­form, wie Wech­sel­sys­teme von SCHUNK, die ein flexi­bles Umrüsten von Grei­fern oder Paletten inner­halb der Zelle ermög­li­chen.

Für Infi­nity hat Frank Biemans bereits den Tech­ni­Show Inno­va­tion Award erhalten und auch Guido Segers ist begeis­tert: „Frank hat diesen unglaub­li­chen Willen, Dinge zu verbes­sern. Er zeigt uns regel­mäßig seine Konzepte und wir über­legen dann, wie wir mit unseren Produkten helfen können, sie umzu­setzen und gemeinsam weiter­zu­ent­wi­ckeln.“ Er schmun­zelt und ergänzt: „Er fordert uns heraus, auch auf unkon­ven­tio­nelle Weise zu denken. Davon profi­tieren BMO und SCHUNK glei­cher­maßen.“

Gemeinsam einfach inno­va­tiver

Ein gutes Beispiel für diesen gemein­samen Inno­va­ti­ons­pro­zess ist das modu­lare Null­punkt­system VERO‑S, das Werk­stücke und Spann­mittel schnell und mit einer Wieder­hol­ge­nau­ig­keit von unter fünf Mikro­me­tern spannt. Beim gemein­samen Brain­stormen kamen Segers und Biemans auf die Idee, dass es auch möglich sein müsste, daraus eine Robo­ter­kupp­lung zu machen. Guido Segers betont: „Dieses gemein­schaft­liche Arbeiten bietet auch uns bei SCHUNK immer wert­volle Inspi­ra­tion für neue Kompo­nenten.” Aus der konkreten Anfor­de­rung in der Praxis entwi­ckelten die Partner in enger Abstim­mung eine Lösung, aus der später die Robo­ter­kupp­lung NSR hervor­ging.

Genau dieses Prinzip steht bei SCHUNK hinter dem Claim „Hand in hand for tomorrow“: Aus part­ner­schaft­li­cher Entwick­lung entstehen Lösungen, die die Produk­tion der Zukunft aktiv gestalten. Guido Segers betont: „Wenn man ehrlich und trans­pa­rent zusam­men­ar­beitet und Inno­va­tion zum Ziel hat, kommt man gemeinsam weiter und kann die Probleme der Kunden wirk­lich lösen. Es ist eine Win-win-Situa­tion und eine Zusam­men­ar­beit auf Augen­höhe, die uns weiter­bringt.“

„Wir gehen auf die Bedürf­nisse unserer Kunden ein, setzen gleich­zeitig aber auf Stan­dar­di­sie­rung und modu­lare Bausteine.“

Frank Biemans, Mana­ging Director BMO Auto­ma­tion

Die Zukunft kann kommen

Wie Frank Biemans denkt auch Guido Segers gerne einen Schritt voraus und macht sich Gedanken über die Anfor­de­rungen von morgen. Diese seien geprägt von hoher Dynamik und Unsi­cher­heit, böten aber auch große Chancen, sagt er.

„Digi­ta­li­sie­rung und KI werden die nächsten Jahre bestimmen. Diese Entwick­lung betrifft nicht nur die Prozesse, sondern auch die Produkte selbst. Wir müssen also an Lösungen arbeiten, die intel­li­genter und vernetzter sind“, sagt Segers. Die Entwick­lung verlaufe viel schneller als noch vor wenigen Jahren. Um mithalten zu können, müssen Unter­nehmen aus seiner Sicht extrem flexibel sein und sich konti­nu­ier­lich weiter­ent­wi­ckeln. „Wir über­legen schon heute, was Kunden in fünf Jahren brau­chen.“ Die Chancen dieser Entwick­lung will er gemeinsam mit Frank Biemans nutzen. Die Ausgangs­lage ist gut, schließ­lich bauen beide auf eine stabile Basis: Auf eine Part­ner­schaft, getragen von persön­li­chem Vertrauen, ausge­prägtem Pionier­geist und dem Mut, neue Wege zu gehen. 


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